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Ausgangssituation
Für kleine Unternehmen (KU) mit einer Beschäftigtenzahl von deutlich unter 50 Mitarbeitern stellen die Rahmenbedingungen, die aus der Unternehmensgröße resultieren, wesentliche Herausforderungen für integrierte und umfassende Lösungen dar. Während auf der einen Seite zwar eine Reihe von Vorteilen wie z.B. flache Hierarchieebenen und kurze Entscheidungswege existieren, sind andere Faktoren wie z.B. die Ressourcenknappheit und wenig Erfahrungen mit einem systematischen Vorgehen Hemmnisse für Modernisierungs- und erforderliche Veränderungsprozesse.

Damit die Modernisierung kleiner Unternehmen durch die Geschäftsleitung adäquat geplant, gestaltet und gelenkt werden kann, muss das Ziel der Modernisierung als integraler Bestandteil auf normativer, strategischer und operativer Ebene verankert werden. Erst eine ganzheitliche Perspektive ermöglicht es, einzelne Verbesserungsmaßnahmen und Methoden in einem ganzheitlichen Kontext zu betrachten und unerwünschte Wechselwirkungen zwischen diesen Maßnahmen zu verhindern. Umfragen und Studien zeigen, dass in vielen kleinen Unternehmen operative Verbesserungsmaßnahmen losgelöst von der Unternehmensstrategie verfolgt werden. Jedoch ermöglicht erst eine strategische Ausrichtung von Maßnahmen eine langfristige Modernisierung. Vor diesem Hintergrund kommt der Vernetzung strategischer Ziele mit operativen Verbesserungsmaßnahmen eine zentrale Bedeutung zu. Doch auch die normative Ebene muss – beginnend mit der Unternehmensvision – im Sinne der Mitarbeiterführung und Kommunikation aktiv gestaltet werden.

Die Vernetzung verschiedener Verbesserungsmaßnahmen (z.B. Teamarbeit, 5A, TPM, etc.) mit strategischen Unternehmenszielen setzt formulierte strategische Ziele des Unternehmens voraus. Insbesondere kleine Unternehmen verfolgen zwar indirekt bestimmte Strategien, jedoch basieren diese nur selten auf einer systematischen Analyse und sind darüber hinaus oftmals nur der Geschäftsleitung bekannt und selten explizit formuliert. Als Folge können sich die Mitarbeiter nur schwer mit Maßnahmen zur Veränderung und Verbesserung des Unternehmens identifizieren, da ihnen der Bezugspunkt ihres Beitrages zur mittel- und langfristigen Entwicklung des Unternehmens fehlt.

Für die Entwicklung und exemplarische Umsetzung geeigneter Werkzeuge und Methoden wurde im Projekt ProfiL eine Integration der Bottom-Up und der Top-Down Vorgehensweise gewählt. Durch eine aktive Einbindung und Qualifikation aller Mitarbeiter im Rahmen von Workshops und Trainingsmaßnahmen wurden auf der Bottom-Up Seite die Grundlagen und die erforderliche Methodenkompetenz für die Umsetzung von Veränderungen geschaffen. Damit der Modernisierungsprozess zielbezogen ausgerichtet werden kann, wurde auf der Top-Down Seite die Geschäftsführung der KU mit den Themen der Positionsbestimmung und der Strategieentwicklung und -umsetzung sowie modernen Führungs-, Kommunikations- und Steuerungsinstrumenten vertraut gemacht.




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